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Finstergrün 2016


Halle / Ramingstein. Die Ferien sind für sie schon wieder Geschichte – und doch werden sie wohl in ihnen allen in besonderer Weise lebendig: Die Musik der Kinderchorfreizeit der Haller Johanniskantorei auf Burg Finstergrün in Österreich in der zweiten und dritten Woche der Sommerferien dürfte noch immer in den  Kindern und Jugendlichen nachklingen – am Samstagabend um 18:30 werden sie sie in der Haller St. Johannis-Kirche erneut ins Leben rufen.

Unter musikalischer Leitung  von Kirchenmusikdirektor Martin Rieker und seiner Tochter Anna-Lena Schuppe haben die über 60 Musikerinnen und Musiker in 14 Tagen musikalischer Burgferien alles andere als auf der faulen Haut gelegen: Arbeit an der instrumentalen Straßenmusik, anspruchsvollen Chor-Literatur und lebhaften Singspiel-Inszenierung bildeten die Herzstücke des gemeinsamen Burgaufenthalts.

Hochkonzentriert, vor allem aber hochmotiviert wurde so den Vormittag über geprobt, an dem Instrumentalklänge, Jugendchor-Stimmübungen und Kinderlachen durch den Burghof wehten. Doch nicht nur bei den von Annika Vogt und Viola Dessin angeleiteten Proben zum Singspiel „Jakob und Esau“ wurde die Freude der Kinder hörbar: In einer malerischen Umgebung auf über 1000 Metern Höhe mit Blick über ein ganzes Tal, entlockte auch das Nachmittags- und Abendprogramm den Teilnehmern so manches freudiges Lachen und vergnügtes Jauchzen.

Dabei bot sich die Kulisse der Burg, in der die Kinder sich schnell sehr heimisch fühlten, an, auf einzigartige Weise genutzt zu werden. Ob mit einem „Harry-Potter“-Spiel, „Cluedo“, bei dem es galt, den Mörder im Märchenwald zu finden oder – wie könnte es anders sein – einem Rittertag. Von den Betreuern in ihren Verkleidungen rasch wie in eine andere Welt versetzt, gingen auch die Kinder in diesen Programmpunkten auf – bei denen es auch schon einmal anstrengend werden konnte, ob bei „Sportfest“, Wasserspielen, Fußball oder Flag-Football.

Doch bei aller Ausgelassenheit wäre die Kantorei-Freizeit nicht die Kantorei-Freizeit, hätte sie den Kindern nicht auch immer wieder Anstöße zum Nachdenken gegeben. So wurde sich in thematischen Gruppen beispielsweise mit der dem Singspiel zu Grunde liegenden Geschichte von Jakob und Esau differenzierter auseinandergesetzt. Auch den Schlusspunkt der turbulenten Tage setzte stets eine Andacht in der Burgkapelle, bei der auch die zuvor noch aufgekratztesten der Kinder zur Ruhe kommen konnten.

Nach ausreichend Zeit, sich von all diesen Aufregungen ein wenig erholen und die Eindrücke verarbeiten zu können, setzt den Schlusspunkt der Freizeit dennoch das an diesem Samstag stattfindende Konzert, bei dem die Zuhörerinnen und Zuhörer vielleicht die Gelegenheit erhalten, etwas vom „Geist der Burgferien“ in der Musik zu spüren.


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